Der nächste Schritt: das Lektorat

Gestern hat meine Lektorin das Manuskript zu Regency Roses. Eine Lady unter Verdacht erhalten – und meine Leserinnen und Leser bekommen ein Appetithäppchen daraus 

Bolton Street, London, 1813

»Juliana, wieso kommst du so spät?«
Juliana blieb in der Eingangshalle stehen und sah zu der breiten, geschwungenen Treppe, auf deren erster Stufe ihre Schwester Isabella stand und missbilligend auf sie herabsah.
»Du weißt doch, dass wir heute zum Ball bei den Repingtons eingeladen sind!«, fuhr Isabella fort. Ihre Stimme klang noch vorwurfsvoller als gewöhnlich und ihr kühles, apartes Aussehen verstärkte die anklagende Wirkung.
Juliana stöhnte innerlich, während sie sich um einen reumütigen Gesichtsausdruck bemühte. »Verzeih, auf den Straßen war heute Nachmittag kein Durchkommen.«
Isabella erwiderte nichts. Der Grund, warum Juliana überhaupt das Haus verlassen hatte, war keiner, über den man öffentlich sprach. Und selbst hinter verschlossenen Türen redeten sie nur mit gesenkten Stimmen über das, was Isabella gemeinhin als »Julianas größten Fehler« bezeichnete.