Nach dem Happy End geht die Arbeit erst richtig los …

Wenn Held und Heldin glücklich vereint sind, beginnt für den Autor die Zeit des Überarbeitens. Das fertiggestellte Manuskript mehrmals lesen und auf inhaltliche Richtigkeit prüfen. Manche Szenen müssen gekürzt werden, andere verfeinert oder gar völlig umgeschrieben werden. Ein Prozess, der Zeit benötigt. Danach geht die „Roman-Rohfassung“ ins Lektorat – sozusagen der Profiblick auf Inhalt, Stil und logische Stringenz. Zurück vom Lektor ist wieder der Autor gefragt, der nächste Überarbeitungsdurchgang steht an. Schließlich bleibt noch das Korrektorat. Hierbei geht es um Rechtschreibfehler, Grammatik und Interpunktion. Erst wenn auch diese Fehler bereinigt sind, erfolgt der Buchsatz und schließlich die Veröffentlichung. Vorher braucht der Roman noch einen ansprechenden Klappentext und ein Cover.

Mit dem Wort ENDE ist also noch lange nicht Schluss! Doch ich bin guter Dinge, euch im Sommer meinen neuen Romantic Fantasy Roman vorstellen zu können!

Nach dem Ende ist noch lange nicht Schluss!

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

Die bekannte Textzeile aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse (1877-1962) ist längst zum geflügelten Wort geworden. Das besondere Gefühl, wenn etwas Neues anfängt …

 

 

Als ich mit dem Schreiben des letzten Greystone-Teils begonnen habe, war der Zauber des Anfangs leider nicht da – es fühlte sich eher an wie Sand im Getriebe.
Das lag nicht daran, dass ich eine Schreibblockade gehabt hätte, ganz im Gegenteil, ich wusste genau, was sich im ersten Kapitel abspielen sollte. Auch die Figur, aus deren Perspektive das Buch beginnt, war mir sehr vertraut.
Was war dann der Grund? Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung und habe einfach – wenn auch etwas enttäuscht – weitergeschrieben.
Mitten im zweiten Kapitel hat es schließlich „Klick“ gemacht und ich war wieder mitten in Telamen – umringt von meinen „Lieben“: Ian, Joanna, Jake, Galad, Charlotte, Bennett, Victorian und Eloise.
Da war er, der Zauber!
Inzwischen weiß ich, woran es lag. Es ist, wie wenn gute Freunde besucht, die man monatelang nicht gesehen hat: Anfangs ist man sich noch ein bisschen fremd, aber nach kurzer Zeit ist es so, als sei man nie getrennt gewesen. Manchmal dauert es eben einen kleinen Moment, bis die Verzauberung einsetzt …

 

Plotting ist aller Romane Anfang

„Es sind viele kleine Schritte, die aus einer Idee einen Roman entstehen lassen – und ebenso viele Menschen, die den Autoren auf diesem Weg begleiten und unterstützen.“

Den Entstehungsprozess meines Debütromans Mit Schwert und Feder habe ich aufgezeichnet – allerdings erst im Nachhinein. Für den dritten Teil der Greystone Saga habe ich mir überlegt, meine Leserinnen und Leser direkt an der Entwicklung teilhaben zu lassen – quasi in „Echtzeit“.

Plotting ist aller Romane Anfang
Zuerst ist die Idee in meinem Kopf, doch irgendwann kommt der Moment, in dem ich Stift und Papier brauche. Zu Beginn notiere ich mir in einem Notizbuch wahllos alles, was mir einfällt: erste Szenen, kurze Dialoge, Namen zu Figuren und Ereignisse (auch wenn ich oft noch nicht genau weiß, in welchem Kontext sie stattfinden werden).
Nach einer Weile steht die Grobplanung und die Feinplanung der Handlung beginnt. Bei diesem sogenannte Plotting arbeite ich am liebsten mit Karteikarten, großen Papieren (in diesem Fall alte Kalenderblätter) und bunten Eddings.

Da der dritte Teil der Greystone Saga zugleich der letzte ist, müssen alle Fäden aus Band 1 & 2 zusammengeführt und aufgelöst werden. Damit das nicht zu langweilig wird, kommen neue Handlungsstränge dazu, die u.a. ihren Anfang in Sophias Krieger nehmen.
Diese Aufgabe erwies sich als gar nicht so leicht. Viele Karteikärtchen habe ich kurz nach dem Beschriften wieder zerrissen, weil mich der Verlauf der Geschichte nicht zufrieden gestellt hat. Nach drei sehr kniffligen Abenden war es aber endlich geschafft: Die Story zur Greystone Saga 3 lag im wahrsten Sinne des Wortes vor mir – und zu meiner Freude ist mir während des Plottens gleich noch ein Titel eingefallen!

Im nächsten Schritt habe ich meine Kärtchen und Plakate zum PC getragen und dort die Geschichte in Stichpunkte gegliedert abgetippt. Jetzt besitze ich vier fein säuberlich bedruckte DIN A4 Seiten und kann endlich mit dem Schreiben anfangen …

Über das Schreiben, die Tücken des Autorenalltags und Lieblingsfiguren

Meine Kollegin Nikola Hotel hat mich eingeladen, 11 Fragen zum Schreiben zu beantworten, denen ich mich gerne stelle!

1. In welchem Moment deines Lebens ist dir klargeworden, dass du eine Geschichte schreiben willst/musst?

Zum Schreiben bin ich buchstäblich gekommen wie die Jungfrau zum Kind: durch meine Schwangerschaft. Während meiner Elternzeit hatte ich die Muße, all die Szenen und Ideen, die sich seit Jahren in mir angesammelt hatten, zu einer großen und komplexen Geschichte zusammenzubringen. Während ich den Kinderwagen schob, stillte oder das schreiende Baby durch die Wohnung trug, nahmen die Charaktere in meinem Kopf Gestalt an und erste Dialoge entstanden. Irgendwann – den Tag kann ich gar nicht mehr genau benennen –  tauchte der Gedanke auf: “Eigentlich müsstest du das aufschreiben” – und er blieb haften. Tja, und so nahm das Ganze seinen Anfang … (Wie es dann weiterging, findet ihr hier: Wie entsteht ein Roman?)

2. Wenn du im Schreibfluss bist, wie gehst du mit Störungen von außen um?

Tagsüber bleibt mir oft leider nichts anderes übrig, als das Schreiben zu unterbrechen, so schwer mir das in diesem Moment fallen mag. Ich liebe es daher, abends zu schreiben, wenn ich sicher sein kann, dass es um mich herum ruhig bleibt. Weiterlesen

Ferienzeit auf meinem Schreibtisch

Oder zumindest fast!
Die letzten Wochen waren sehr betriebsam: die Leserunde bei lovelybooks, Interviewanfragen und die Fertigstellung meines neuen (vorerst noch geheimen) Buchprojekts.
Nun steht die Leserunde (leider) schon kurz vor ihrem Abschluss – es hat wieder sehr viel Spaß gemacht und Sophias Krieger hat von den Teilnehmern wundervolle Rezensionen erhalten, die man alle bei lovelybooks nachlesen kann. Ich danke vorab schon allen Leserinnen für das begeisterte Mitmachen, ihre Beurteilungen und die Bereitschaft, sich auch meinen Fragen zu stellen. Weiterlesen

Sophia und Duncan im Lektorat

Seit gestern befindet sich das Manuskript von Sophias Krieger im Lektorat. Und während Sophia und Duncan in der Obhut meiner Lektorin Kornelia Schwaben-Beicht ein bisschen Seeluft schnuppern können, ist auf meinem Schreibtisch Platz frei geworden.
Und das ist gut, denn am 10. April findet mein Vortrag „Selfpublishing – der Weg, selbstständig sein Buch zu veröffentlichen“ in der Volkshochschule statt. Im Moment bastle ich fleißig an PowerPoint-Folien, um die einzelnen Aspekte übersichtlich darzustellen – zum Thema Selfpublishing/Indie-Autor gibt es inzwischen jede Menge zu sagen! Ich freue mich auf viele Zuhörer (vielleicht ja bald zukünftige Kollegen)!

~ Sophias Krieger ~

Nachdem ich heute Titelschutz beantragt habe, kann ich den Titel für meinen neuen Roman auch endlich verraten: Sophias Krieger.

Damit ist eines klar – meine neue Titelheldin heißt Sophia, genauer gesagt Sophia Marwood.  Und der Held? Findige Leser wissen es bestimmt schon, denn wenn man sich das Foto zu dem Blogbeitrag vom 23. Februar vergrößert ansieht, kann man ihn erkennen. Für alle, denen das zu klein gedruckt ist: Sein Name ist Duncan, und er ist ebenfalls auf dem Cover zu sehen – demnächst wird er auch freigepuzzelt werden 🙂 Weiterlesen

Unterwegs zu den Testlesern

Der erste Überarbeitungsvorgang meines neuen Romans ist abgeschlossen, die Manuskripte an mein Testleser-Team verteilt und ich atme erst einmal tief durch.

Und nun – Leerlauf? Keineswegs!

Da ich die letzten Wochen ja quasi in Schreibklausur verbracht habe, gibt es einiges zu erledigen. Schönes (Shoppingtour, Frisörtermin und neu gekaufte Bücher lesen), aber auch nicht so Schönes (liegengebliebener Papierkram und eine Wohnung, die dringend einen Frühjahrsputz braucht). Weiterlesen

In Schreibklausur

Zwar nicht in Edinburgh Castle, sondern „nur“ in meinem Arbeitszimmer, das ich mir mit Mann und Kindern teile, trotzdem: Im Moment gehört jede freie Minute meinem neuen Roman. Das Manuskript ist weit fortgeschritten und es fehlen nur noch ein paar Kapitel bis zum „Happy End“.
Von daher halte ist diesen Blogpost auch sehr kurz und hoffe, euch in ein paar Tagen mehr über dieses aktuelle Projekt (das Spin-off der Greystone Saga) verraten zu können!

Wie entsteht ein Roman? (IV)

Es sind viele kleine Schritte, die aus einer Idee einen Roman entstehen lassen – und ebenso viele Menschen, die mich auf diesem Weg begleiten und unterstützen. An dieser Stelle im Blog zeichne ich in loser Folge den Entstehungsprozess meines Romans „Mit Schwert und Feder“ nach: vom ersten Wort bis zum fertigen Buch.

Die glorreichen Sieben oder Die Stunde der Wahrheit
Die Überarbeitungsphase des Romans dauerte insgesamt elf Monate und war im Nachhinein sehr anstrengend, aber auch aufregend und lehrreich.
Die ersten beiden Testleser, denen ich das Manuskript im Januar in die Hand drückte, waren mein Mann und meine Freundin. Mein Mann saß auf dem Sofa und las und ich Weiterlesen